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Für Sie gelesen: Studien und Forschungsberichte

Die zentralen Aussagen aktueller Studien rund um die Komplementärmedizin finden Sie hier zusammengefasst (Verweise auf die Originalpublikationen finden Sie auf www.carstens-stiftung.de).

Achtung: Diese Rubrik wurde vollständig durch die Rubriken "Studien kurz und knapp" und "Studien kommentiert" unter www.carstens-stiftung.de ersetzt und wird daher seit dem 18.07.2011 nicht mehr fortgeführt.

18.07.2011: SCHRÖPFEN

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Viel Druck, wenig Druck

Schröpfen ist eine aus vielen alten Kulturen bekannte medizinische Technik, die in den letzten Jahren – nicht zuletzt auch dank der Forschung der Carstens-Stiftung – erneut ins Blickfeld der Medizin gerückt ist. Vor allem bei Schmerzsyndromen hat sich eine Schröpfbehandlung als durchaus vielversprechend erwiesen.

Beim Schröpfen wird in bestimmten Hohlbehältern (meist kugelförmigen Gläsern) ein Unterdruck erzeugt. Diese Behälter werden dann auf die Haut aufgesetzt. Doch Schröpfen ist nicht gleich Schröpfen: Nicht nur die Stellen, an denen die Schröpfgläser aufgesetzt werden, variieren. Auch die Art und Weise, wie der Unterdruck erzeugt wird, ist von Tradition zu Tradition unterschiedlich. Mal wird die Luft durch ein einfaches Feuerzeug erhitzt, mal wird ein mit Alkohol getränkter Wattebausch verbrannt. Andere saugen die Luft mechanisch durch einen Ballon ab. Deutsche Forscher haben sich nun der Frage angenommen, ob diese Schröpftechniken überhaupt vergleichbar sind.

Tatsächlich unterscheiden sich die verschiedenen Techniken sehr stark. Mit Abstand am meisten Druck wird über das Abbrennen des Wattebauschs erzeugt, jedoch schwanken hier die erzeugten Drücke – genau wie bei der Feuerzeugmethode - von Versuch zu Versuch deutlich stärker als beim mechanischen Absaugen. Außerdem ist hier viel Erfahrung notwendig, um von Mal zu Mal einen vergleichbaren Druck zu erzeugen, Anfänger tun sich dabei deutlich schwerer.

Auf den ersten Blick scheinen diese Forschungen mehr einem akademischen Interesse zu entspringen, mit der Wirksamkeit einer Schröpfbehandlung aber wenig zu tun zu haben. Dem kann nur widersprochen werden. Wenn irgendwann die Frage geklärt ist, über welche Mechanismen das Schröpfen tatsächlich wirkt, dann wird es notwendig sein, die verschiedenen Parameter so zu optimieren, dass der Patient eine gleichbleibend gute, effektive Behandlung erfährt.

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