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Die zentralen Aussagen aktueller Studien rund um die Komplementärmedizin finden Sie hier zusammengefasst (Verweise auf die Originalpublikationen finden Sie auf www.carstens-stiftung.de).
Achtung: Diese Rubrik wurde vollständig durch die Rubriken "Studien kurz und knapp" und "Studien kommentiert" unter www.carstens-stiftung.de ersetzt und wird daher seit dem 18.07.2011 nicht mehr fortgeführt.
Nasenspülungen mit Salzlösungen sind ein sehr beliebtes Mittel bei Infekten der oberen Atemwege. Allerdings werden nun diejenigen enttäuscht, die bis dato dachten, sie könnten durch tägliche Spülungen der Nase etwas zu ihrer Immunabwehr beitragen.
Die noch nicht publizierte Studie, die auf der Jahrestagung des American College of Allergy, Asthma & Immunology bereits im Jahr 2009 vorgestellt worden ist, kommt zu dem Ergebnis, dass über einen längeren Zeitraum regelmäßig durchgeführte Nasenspülungen sogar zu einer um 60% erhöhten Infektanfälligkeit führten.
Patienten mit chronisch rezidivierender Rhinosinusitis, die regulär zwei Mal am Tag eine Nasenspülung durchführten, wurden über einen Zeitraum von einem Jahr hinsichtlich ihrer Erkrankungsrate beobachtet, gefolgt von einem Jahr, in denen sie auf die Spülung verzichteten. Gegenüber den 544 Erkrankungsfällen in dem Jahr mit Spülungen hat sich die Rate der Erkrankungen in dem Jahr ohne Spülungen deutlich verbessert (204 Fälle).
Dr. Nsouli, der Studienleiter, erklärt diese Erkenntnisse damit, dass durch die häufigen Spülungen die Nasenschleimhaut negativ verändert würde, in der sich aber wichtige Stoffe der körperlichen Immunabwehr befänden, die durch die Spülungen nicht mehr in dem hohen Maße da wären.
Hier zeigt sich wiederholt, dass die unsachgemäße Durchführung einer simplen Behandlung durchaus auch schaden kann - in diesem Sinne wären "Dosierungsanleitungen" für Therapien durchaus wünschenswert.
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