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Die zentralen Aussagen aktueller Studien rund um die Komplementärmedizin finden Sie hier zusammengefasst (Verweise auf die Originalpublikationen finden Sie auf www.carstens-stiftung.de).
Achtung: Diese Rubrik wurde vollständig durch die Rubriken "Studien kurz und knapp" und "Studien kommentiert" unter www.carstens-stiftung.de ersetzt und wird daher seit dem 18.07.2011 nicht mehr fortgeführt.
Die Alzheimer-Erkrankung ist weltweit die häufigste Form der Demenzerkrankungen. Eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Krankheit spielen wahrscheinlich Ablagerungen kleiner, entarteter Eiweiß-Moleküle (Beta-Amyloid-Peptide) im Gehirn, sogenannter Plaques. Die Entartung dieser normalerweise ungefährlichen Eiweiß-Moleküle wird dabei wahrscheinlich durch aggressive chemische Verbindungen, den Radikalen, verursacht. Grünem Tee werden neuroprotektive Eigenschaften (also möglicherweise Schäden verhindernde oder mindernde Eigenschaften) nachgesagt. Die vorliegende Studie untersucht, inwieweit Inhaltsstoffe aus Grünem Tee die zellzerstörenden Auswirkungen von Radikalbildnern und Beta-Amyloid-Peptiden vermindern können.
Die beschriebenen Laborversuche wurden mit Tumorzellen aus der Nebennierenrinde von Ratten durchgeführt. Der Tee-Extrakt wurde vor der Anwendung einer künstlichen Verdauung zugeführt, um die realen Verhältnisse im menschlichen Körper besser simulieren zu können. Die Rattenzellen wurden mit dem „verdauten“ Grünen Tee-Extrakt vorbehandelt und anschließend mit einer Radikal-bildenden chemischen Verbindung vermischt. Dabei zeigte sich, dass der Grüne Tee-Extrakt konzentrationsabhängig die Überlebensfähigkeit der Zellen deutlich erhöhte. Zellen ohne Vorbehandlung starben überwiegend ab, nur etwa 15 Prozent der Zellen überlebten. Ähnliche Ergebnisse ergaben sich mit einem Beta-Amyloid-Peptid: Während ohne Vorbehandlung nur etwa 25 Prozent der Zellen überlebten, konnte der Grüne Tee-Extrakt die Überlebensfähigkeit mehr als verdoppeln.
Die positiven Effekte des Grünen Tee-Extrakts wurden dabei immer mit den niedrigeren Konzentrationen gefunden. Höhere Konzentrationen führten wieder zu einem vermehrten Zellsterben. Dies steht in Einklang mit anderen Studien, die die Wirksamkeit Grünen Tees bei der Krebsbehandlung postulieren.
Der Grüne Tee-Extrakt konnte also die direkte zellzerstörende Wirkung des Radikalbildners und des Beta-Amyloid-Peptids abschwächen. Über den Wirkmechanismus geben die Experimente dabei keine weiteren Aufschlüsse. Insgesamt reiht sich diese Veröffentlichung mit anderen Studien ein, die einen positiven Effekt von Grünem Tee bei der Alzheimer-Erkrankung nahelegen
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