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Die zentralen Aussagen aktueller Studien rund um die Komplementärmedizin finden Sie hier zusammengefasst (Verweise auf die Originalpublikationen finden Sie auf www.carstens-stiftung.de).

Achtung: Diese Rubrik wurde vollständig durch die Rubriken "Studien kurz und knapp" und "Studien kommentiert" unter www.carstens-stiftung.de ersetzt und wird daher seit dem 18.07.2011 nicht mehr fortgeführt.

24.05.2011: PHYTOTHERAPIE

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Pflanzenkraft bei Karpaltunnelsyndrom

Eremostachys laciniata ist eine hierzulande eher unbekannte Pflanze des östlichen Mittelmeerraums aus der Familie der Lippenblütler (bekannt z.B. durch Thymian, Minze und Salbei). Sie wird in der traditionellen persischen Medizin gegen entzündliche Erkrankungen und zur schmerzlindernden Therapie eingesetzt. In der vorliegenden doppelt verblindeten und randomisierten Studie wurde der Einsatz einer aus Eremostachys laciniata gewonnenen Salbe zur Behandlung des Karpaltunnelsyndroms untersucht.
45 Patienten im Alter zwischen 15 und 65 Jahren mit mildem bis mittelschweren Karpaltunnelsyndrom wurden in die Studie eingeschlossen. Alle Patienten erhielten das Schmerzmittel Diclofenac und eine Nachtschiene. Darüber hinaus wurde vier Wochen lang das betroffene Handgelenk entweder mit der Testsalbe aus E. laciniata oder einer Placebosalbe zweimal täglich eingerieben.
Die Auswertung ergab, dass sich die Gesamtgriffstärke und die Kraft in den Fingern in beiden Gruppen verbesserte. In beiden Fällen war die Verbesserung in der Testgruppe deutlicher als in der Placebogruppe. Statistische Signifikanz erreichte sie allerdings nur hinsichtlich der Fingerkraft. Der Schmerz nahm ebenfalls in beiden Gruppen ab; signifikant wiederum nur in der Testgruppe. Anschließend wurden noch verschiedene elektrophysiologische Befunde erhoben, die beim Karpaltunnelsyndrom allgemein hin als entscheidend eingeschätzt werden. Diese ergaben jedoch keine signifikanten Unterschiede.
Die Studie überzeugt durch ihr gutes Design und die anständige Darstellung der Ergebnisse bei der sich allerdings ein kleiner Flüchtigkeitsfehler eingeschlichen hat. Etwas ernüchternd ist allerdings die Tatsache, dass die elektrophysiologischen Befunde ohne signifikanten Unterschied waren.

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