Hofer Naturheiltag

Homöopathie bei Nutztieren – Wege aus der Antibiotika-Falle

Bakterielle Infektionskrankheiten wie eine Lungenentzündung, Typhus oder Tuberkulose sollten in der modernen Medizin eigentlich gut in den Griff zu bekommen sein – Antibiotikum sei Dank. Doch viele Krankheitserreger sind resistent geworden, immer mehr lebensrettende Antibiotika versagen ihren Dienst. Die Ursache hierfür sieht Dr. Henning Albrecht (Carstens-Stiftung : Natur und Medizin) vor allem in dem übertriebenen Antibiotika-Einsatz in der Landwirtschaft. Wie sich die alternative Anwendung von Homöopathie bei Nutztieren positiv auf Tier und Mensch auswirken könnte, erfahren Interessenten am Freitag um 19 Uhr in der Münch-Ferber-Villa.

Vortrag in der Münch-Ferber-Villa, Münch-Ferber-Straße 1, 95028 Hof am 3. Juli 2015, 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Der Name sagt es schon: Antibiotika haben das Potential, Bakterien zu töten oder diese in ihrem Wachstum zu hemmen. Damit gehören sie zu den wertvollsten Errungenschaften der modernen Medizin. Viele Krankheiten, die vor langer Zeit noch eine echte Bedrohung für Gesundheit und sogar Leben sein konnten, sind mit dem richtigen Antibiotikum kaum noch eine Gefahr – eigentlich. Denn immer häufiger stößt man auf Erreger, die gegen diese "Wunderwaffe" resistent geworden sind, das heißt sie haben sich so angepasst, dass ehemals wirksame Antibiotika ihnen nichts mehr anhaben können. Wie kann das sein?

"Die Ursache liegt darin, dass diese wertvollen Arzneimittel an allen Ecken und Enden viel zu häufig eingesetzt wurden und werden", so Dr. Henning Albrecht von der Carstens-Stiftung : Natur und Medizin, "beim Menschen, bei Haustieren und vor allem in der industrialisierten Landwirtschaft." Dort ist das Problem besonders schwerwiegend, denn die teilweise prophylaktisch gegebenen Antibiotika gelangen in das Fleisch, vor allem von Schweinen und Geflügel, und von dort wieder in den Menschen. Selbst die Gülle, die auf Felder aufgebracht wird, infolgedessen der Ackerboden, das Getreide und das Trinkwasser, enthalten Antibiotika-Rückstände. Bakterien, die im Körper sind und mit diesen Rückständen in Berührung kommen, können Resistenzen entwickeln. Im Ernstfall, das heißt bei einer schwerwiegenden Erkrankung, bei der Antibiotika nötig sind, helfen diese dann nicht mehr.

Ein Schritt zu einem Ausweg aus diesem Dilemma könnte der Einsatz von Homöopathie in der Nutztierhaltung sein. Dies hat die Carstens-Stiftung in mehreren Projekten eindrucksvoll gezeigt. Dr. Henning Albrecht stellt sie vor und steht im Anschluss für Rückfragen und Diskussion gern zur Verfügung.

 

Dr. Henning Albrecht diente von 1985-2014 als Geschäftsführer und von 2012-2015 als Vorstandsmitglied der Karl und Veronica Carstens-Stiftung dem Stiftungsauftrag, Naturheilkunde und Homöopathie in Wissenschaft und Forschung zu integrieren. Zusätzlich ist er als Vorstandsmitglied der Rut- und Klaus Bahlsen-Stiftung zuständig für die Bereiche biologische Medizin, gesunde Ernährung, biologische Landwirtschaft und Naturschutz. Er ist Mitglied des Kuratoriums der Manfred und Ursula Müller-Stiftung, die Forschung auf den Gebieten "Unkonventionelle Methoden in der Medizin" fördert.

Die Carstens-Stiftung : Natur und Medizin aus Essen setzt sich seit 1982 für die Verankerung von Naturheilkunde und Homöopathie in der Medizin ein. Hauptaufgaben sind die Förderung wissenschaftlicher Forschung und des medizinischen Nachwuchses sowie die fundierte Aufklärung über Anwendung und Nutzen der Komplementärmedizin. Die Mitgliederzeitschrift oder themenspezifische Ratgeber wie 60 kurzgefasste Arzneimittelbilder für die Veterinärhomöopathie oder Leitfaden zur homöopathischen Behandlung von Schweinen informieren laienverständlich und geben einfache Anwendungs-Tipps.