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Aromaöle für den Sommer
Naturheilkunde

Aromaöle für den Sommer

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Naturheilkunde Aromaöle

Ätherische Öle sind nicht nur herrlich duftende Pflanzeninhaltsstoffe, sondern bieten uns darüber hinaus eine wunderbare Möglichkeit zur Gesundheitspflege. Wie Sie die Pflanzenwirkstoffe sinnvoll für Körper, Geist und Seele nutzen können, erklären wir in unserem Artikel.

Der Sommer klopft an unsere Tür. Das bedeutet lange Tage – laue Nächte – Sonnenwärme auf Haut und Seele. Wir legen die dicke Winterkleidung ab und lassen Luft und Licht an unseren Körper. Unsere Haut benötigt in den warmen Monaten eine andere Pflege als in der kalten Jahreszeit. Bei den höheren Temperaturen werden die Talgdrüsen wieder aktiv und produzieren mehr Fett als im Winter. Sonne tut der Haut gut und regt die Vitamin-D-Produktion an, ein Zuviel ist jedoch schädlich und führt zu Rötungen und Reizungen.

Für eine sinnvolle und gesunde Hautpflege gilt das Motto „weniger ist mehr“ – die Haut braucht nur naturbelassene, d. h. native Fette oder Öle und Feuchtigkeit – deshalb sollten wir auch stets den nassen Körper einölen. Der sorgfältig ausgewählte Zusatz naturreiner ätherischer Öle lässt unsere selbstgemischte Hautpflege nicht nur fein duften, sondern kann z. B. Rötungen und Entzündungen mildern, die Zellregeneration fördern, beruhigen oder vitalisieren.

Körperöl „Sommerwiese“ — Aromaöl zur Hautpflege

Duftcharakter

Der Duft erinnert an eine frisch gemähte Wiese mit leicht blumigem Touch und einer feinen Verbindung zu Mutter Erde. Er eignet sich hervorragend als Ganzkörperpflege während der Sommermonate. Das „Sommerwiesen“-Öl hat hervorragende hautpflegende Eigenschaften und soll die Zellen vor freien Radikalen schützen. Zudem besitzt es einen natürlichen Lichtschutzfaktor von drei bis vier.

Zutaten
  • 80 ml Jojobawachs
  • 20 ml Aprikosenkernöl
  • 3 Tropfen Grapefruit komplett
  • 2 Tropen Bergamotte
  • 1 Tropfen Jasmin 10 % in Jojoba
  • 1 Tropfen Kardamom
  • 2 Tropfen Benzoe Siam
  • 2 Tropfen Tonka
  • 1 Tropfen Vetiver

Zubereitung: Sie können die Öle direkt in der Flasche (hierzu eignen sich Flachglasfalschen mit Gießring besonders gut) mischen: Zuerst fette Öle hineingeben, dann die ätherischen Öle dazu tropfen, verschließen, umschwenken und einige Tage zum Reifen stehen lassen. Den Geruch dann nochmals prüfen und ggf. nach eigenem Empfinden variieren.

Pfefferminze bei Reiseübelkeit

So schön Reisen ist, so unangenehm kann Reiseübelkeit sein. Das Öl der Pfefferminze und zitronige Körperöle sind mit ihren duftenden Zutaten auch für die Seele eine Wohltat. Bei den ersten Anzeichen aufkommender Übelkeit, wie leichtem Schwindel oder flauem Gefühl im Magen, verreiben Sie einfach einige Tropfen des „Gute Reise“-Öls in den Händen und atmen den Duft tief durch die Nase ein.

Zutaten: 10 ml Jojobawachs, 12 Tropfen Pfefferminze, 10 Tropfen Zitrone und 2 Tropfen Ingwer

Zubereitung: Mischen Sie die Zutaten sorgfältig in einer Rundglasflasche mit Tropfer und lassen diese einige Tage zum Reifen stehen.

Eine kleine, leichte Mahlzeit vor Reiseantritt wie Obst, gedünstetes Gemüse, Reis, Kartoffeln oder Joghurt geben dem Magen etwas zu tun, ohne ihn zu belasten. Trinken Sie einen Ingwertee, und nehmen Sie sich vielleicht kandierte Ingwerstückchen als Reise-Snack mit. Die antiemetische, also die übelkeitslindernde Wirkung von Ingwer ist wissenschaftlich belegt. Alkohol sollte tabu sein. Es macht auch einen Riesenunterschied, ob Sie eine Reise ausgeschlafen antreten oder sich gestresst nach einem langen Meeting und hektischem Koff erpacken auf die Fahrt begeben. Wann immer es geht, sorgen Sie für kleine Pausen an frischer Luft.

Ätherische Öle

Ätherische Öle

Zahlreiche Pflanzenbilder und viele neue Rezepturen aus der Aromatherapie

Gisela Hillert

ISBN: 978-3-945150-93-1
Erscheinungsjahr: 2018

14,90 EUR

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Sportverletztungen und kleine Wunden

Im Urlaub nehmen wir uns wieder mehr Zeit für sportliche Betätigung im Freien, sei es Wandern, Fahrradtouren, Schwimmen, Tennisspielen oder vieles mehr. Auf diese ungewohnte Belastung reagiert der Körper gerne mal mit Muskelkater. Warme Bäder oder Saunagänge können den Effekt verstärken.

Nach Überbeanspruchung der Kniegelenke, z. B. durch eine lange Bergwanderung – besonders Bergabgehen ist hier ungünstig – kann es zu Schmerzen, Schwellungen und Überwärmung des Knies kommen. Eine kühlende Quarkauflage, der Sie einen Teelöff el Gelenköl beimischen, bringt rasche Linderung. Dazu lagern Sie die Beine hoch auf einem Handtuch und tragen die Quarkmischung messerrückendick großzügig auch um das Gelenk herum auf. Belassen Sie den Quark solange, bis er antrocknet und waschen ihn anschließend lauwarm ab. Beim Trocknungsprozess entzieht der Quark dem Gewebe Flüssigkeit. Hierbei entsteht Verdunstungskälte, und die Schwellung kann sich verringern. Danach können Sie das Knie mit dem Gelenköl vorsichtig einreiben.

Sanfte flächige Massagen mit einer durchblutungsfördernden Aromamischung helfen der Muskulatur bei der Regeneration durch den Abbau von Schwellungen und Entzündungsstoffen. Feiner Lavendel, Johanniskrautöl und Zirbelkiefer eignen sich hierbei besonders gut.

Blasen oder wundgelaufene Füße von einer langen Wanderung können einem das Weiterlaufen richtig vermiesen. Gerade bei heißen Temperaturen entstehen diese Probleme leicht durch die vermehrte Hauterweichung beim Schwitzen. Vor allem auf einer mehrtägigen Hüttenwanderung gehören daher unbedingt Blasenpfl aster und normale Wundpflaster in die Rucksack-Apotheke. Aufgescheuerte Blasen können sich infizieren und entzünden. Geben Sie in einer Pause oder am Abend auf der Hütte einen Tropfen Lavendelöl pur auf die off ene Blase – keine Angst, es wird nicht brennen. Lavendelöl desinfiziert und wirkt antientzündlich. Der Tropfen hinterlässt keine Rückstände auf der Wunde wie etwa eine Salbe. Dadurch wird die Haut nicht verschmiert und noch mehr erweicht, und Sie können nach ein paar Minuten ein Blasenpflaster zum Schutz darüber kleben.

Einsatzgebiete von Aromaölen

Hautpflege

Native Fette oder Öle
Für die Hautpflege eignen sich naturreine Zutaten wie Grapefruit, Bergamotte, Jasmin, Kardamom, Tonka, Vetvier oder Benzoe Siam.
Anwendung: Den nassen Körper regelmäßig mit Körperölen einölen z. B. nach dem Duschen.

Gegen Übelkeit

Dickflüssiges Öl
Pfefferminze, Zitrone, Ingwer…
Anwendung: Bei ersten Anzeichen aufkommender Übelkeit einige Tropfen in den Händen verreiben und tief einatmen.

Bei kleinen Wunden

Leichte Öle
Johanniskraut, feiner Lavendel, Cajeput oder Zirbelkiefer…
Anwendung: Zusammen mit einer Quarkmischung verrühren, Mulde auf die schmerzende Stellen legen und 10 bis 15 Minuten einwirken lassen.

Fazit

Hochwirksame Naturstoffe angemessen dosieren, denn Zuviel kann der Gesundheit schaden.
Richtig eingesetzt bieten naturreine ätherische Öle und Aromamischungen aber ein reichhaltiges Potential, um Gesundheit und Wohlbefi nden auf angenehme duftende Weise zu unterstützen. Altes Erfahrungswissen aus der Anwendung fi ndet heute vielfach wissenschaftliche Bestätigung.

Karen Schmidt, M.A.

Karen Schmidt studierte Politikwissenschaft, Geschichte, Philosophie und Verwaltungswissenschaften. Als Medizinredakteurin absolvierte sie verschiedene Stationen in medizinisch-wissenschaftlichen Verlagen. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt auf der laienverständlichen Aufbereitung medizinischer Fachthemen und der Patienteninformation. Seit 2010 arbeitet sie als Medizinredakteurin bei NATUR UND MEDIZIN e.V.