Die Grünen gegen die Homöopathie 

vom 26.09.2019 | Dr. Jens Behnke

Teile der GRÜNEN wollen angebliche „Bevorteilung der Homöopathie beenden“. Stichwortgeber ist die sogenannte „Skeptikerbewegung“, die sich auch für Glyphosat und Gentechnik in der Landwirtschaft einsetzt.

Moment mal, die GRÜNEN vs. Naturmedizin!? Ja, Sie haben richtig gehört. Auf Betreiben ihres Mitglieds Tim Niclas Demisch entscheidet die Partei im November 2019 über einen Antrag [1], dessen Umsetzung massive Einschränkungen der Therapiefreiheit und der gesundheitlichen Selbstbestimmung zur Folge hätte: Nicht nur der Großteil homöopathischer Mittel, sondern auch sehr viele pflanzliche Präparate würden de facto vom Markt verschwinden. Der Zugang zu therapeutischen Dienstleitungen aus dem Bereich der Naturmedizin würde massiv erschwert. Im Folgenden wird das Dokument abschnittsweise kommentiert.

DIE  GRÜNEN: Homöopathie erfreut sich als „Alternativmedizin“ in Deutschland großer Beliebtheit. Diese verspricht ihren Anwender*innen in der Regel eine wirkungsvolle, sanfte Therapie mit wenigen Nebenwirkungen.

DIE REALITÄT: Soweit fast richtig: 75% der deutschen Bevölkerung fordern laut repräsentativer Umfragen [2] eine Integrative (nicht „alternative“) Medizin, die Schulmedizin mit Naturheilkunde, Homöopathie & Co. auf Augenhöhe vereint. Das Präfix „alternativ“ suggeriert fälschlich, Homöopathiebefürworter erhöben den Anspruch, diese Methode in jedem Falle anstelle konventioneller Medizin einzusetzen. Das ist natürlich falsch. Vielmehr stellt Homöopathie eine Ergänzung zu anderen Behandlungsformen, wie etwa synthetischen Arzneimitteln und Chirurgie, dar. Diese sind in bestimmten Fällen Therapie der Wahl, beispielsweise in der Notfallmedizin. Die Rolle der Homöopathie beschränkt sich auf diesem Gebiet auf eine Unterstützung der lebensnotwendigen Maßnahmen in der Akutsituation. So konnte etwa der Intensivmediziner Prof. Michael Frass von der Medizinischen Universität Wien im Rahmen einer Studie zeigen, dass beatmete COPD-Patienten unter homöopathischer Zusatztherapie deutlich schneller von der Beatmung entwöhnt und von der Intensivstation entlassen werden können. [3]  Das Beste aus Naturmedizin und Schulmedizin zum Wohle des Patienten miteinander vereint: Das ist die Integrative Medizin der Zukunft, die die Mehrheit der Bevölkerung fordert. [4]
 „Alternativ“ hingegen kann Homöopathie zum Beispiel bei Atemwegsinfektionen eingesetzt werden: Von Bronchitis, über Sinusitis bis Otitis media stiften die immer noch sehr häufig verschriebenen Antibiotika nachweislich mehr Schaden als Nutzen. [5][6]  Auf der anderen Seite existieren viele Forschungsarbeiten, die darauf hindeuten, dass Homöopathie bei diesen Erkrankungen wirksam und sicher ist. [7] Eine Fülle an Studien legt außerdem nahe, dass das von den GRÜNEN zitierte „Versprechen einer Therapie mit wenigen Nebenwirkungen“ offenbar tatsächlich eingelöst wird. Ein 2016 erschienener Bericht [8] der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Homöopathie (WissHom) fasst den Stand der Versorgungsforschung zusammen:

 

„Die Studien aus der Versorgungsforschung zeigen in der Summe ein relativ einheitliches Bild: Bei Patienten, die sich homöopathische behandeln, treten im klinischen Alltag relevante Verbesserungen auf, ähnlich stark ausgeprägt, wie in der konventionellen Therapie, allerdings mit weniger Nebenwirkungen und in der Hälfte aller ökonomischen Studien mit geringeren Kosten.“

 

Prof. Michael Frass von der Medizinischen Universität Wien
Quelle des Bildes: https://ordination-frass.at/

DIE GRÜNEN: Die häufig verwendete Potenzierung D-6 bedeutet beispielsweise, dass ein Teil des Grundstoffes auf eine Million Teile des Verdünnungsmittels verteilt wurde. Homöopathische Mittel werden so lange verdünnt, dass nicht mehr ein einziges Molekül des Grundstoffes im späteren Mittel nachweisbar ist. Homöopathiker*innen behaupten aber, diese seien im „Gedächtnis“ der Wassermoleküle weiter wirksam. Weder die Fähigkeit eines „Gedächtnisses“ der Wassermoleküle noch die generelle Wirksamkeit der Homöopathika konnte jemals wissenschaftlich nachgewiesen werden.

DIE REALITÄT: Die Potenzierung ist keine einfache Verdünnung. Die zitierte Potenz D6 wird hergestellt, indem die Ausgangssubstanz im Verhältnis 1:10 verdünnt und anschließend verschüttelt wird. Ein Teil der solchermaßen erzeugte Potenz D1 wird wiederum mit zehn Teilen Lösungsmittel verdünnt und anschließend verschüttelt. Hierdurch entsteht die Potenz D2 usw. Rein rechnerisch ist die Konzentration des Ursubstanz in einer D6 zwar dieselbe wie bei einer direkten Verdünnung im Verhältnis 1:1.000.000, jedoch deuten Laborexperimente [9] darauf hin, dass der stufenweise pharmazeutische Prozess eine wichtige Rolle spielt: Potenzierte Arzneimittel lösen Effekte aus, die lediglich verdünnte nicht auslösen. Daher ist er auch rechtsverbindlich im Homöopathischen Arzneibuch (HAB) vorgeschrieben. [10]

DIE GRÜNEN: Aus wissenschaftlicher Sicht handelt es sich bei den meisten Homöopathika bzw. Globuli um Zuckerkügelchen oder Tropfen ohne jeglichen Wirkstoffgehalt.

DIE REALITÄT: Richtig ist, dass homöopathischer Arzneimittel ab der Potenz D23 rein rechnerisch kein Molekül der Ausgangssubstanz enthalten. Ihr Wirkprinzip kann daher nicht auf dem Pharmakonmodell „Molekül wirkt an Zellrezeptor“ beruhen. Eine Fülle von Laborexperimenten mit physiko-chemischen Messverfahren [11], Zellkulturen [12], pflanzlichen Bio-Assays [13] oder auch Tieren dokumentieren nichtsdestotrotz Wirkungen von Hochpotenzen. PD Stephan Baumgartner von der Universität Witten/Herdecke fasst den Stand der Grundlagenforschung zur Homöopathie folgendermaßen zusammen:

 

„Unter den mehr als 1.000 fachwissenschaftlichen Publikationen gibt es eine beträchtliche Anzahl von qualitativ hochwertigen Studien, welche eine empirische Evidenz für eine spezifische Wirksamkeit auch hochverdünnter potenzierter Arzneien beobachteten. Ebenso gibt es mehrere experimentelle Modelle, mittels welcher in unabhängiger Replikation signifikante spezifische Effekte potenzierter Präparate festgestellt wurden.“ [14]

 

Keines davon konnte aber bislang in allen Wiederholungsversuchen dieselben Resultate hervorbringen. Zudem sind die gemessenen Effekte manchmal relativ klein oder streuen stark, so dass sie hart an der Rauschgrenze der verwendeten Testsysteme liegen. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass es in der präklinischen Forschung zur Homöopathie zu viele „positive“ Befunde gibt, um sie ohne Weiteres durch die Placebohypothese zu erklären. Ein harter naturwissenschaftlicher Nachweis steht aber bislang aus. Die Homöopathie ist somit als Anomalie einzuordnen, also als Phänomen, das nur unzureichend unter Rückgriff auf gängige Theorien erklärbar ist und besser erforscht werden muss. Tim Niclas Demisch rekurriert in seinem Antrag ohne Weiteres auf eine nicht näher erläuterte „wissenschaftliche Sicht“, um seine Hypothese von der Wirkungslosigkeit potenzierter Arzneimittel glaubwürdig zu machen. Hierbei verkennt er aber vollständig die Daten aus der Grundlagenforschung zur Homöopathie, welche in eine andere Richtung deuten.

PD Stephan Baumgartner von der Universität Witten/Herdecke
Quelle: https://www.hri-research.org/

DIE GRÜNEN: Das größte Risiko an homöopathischer Behandlung liegt darin, dass Globuli häufig als Ersatz für wirksame Therapien angewendet werden. Homöopathiker*innen preisen ihre Produkte nicht selten als Möglichkeit zur Behandlung schwerster Krankheiten an und gefährden damit das Leben ihrer Kund*innen.

DIE REALITÄT: Welche wissenschaftlichen Untersuchungen dieser Behauptung zugrunde liegen, teilt der Antragsteller der GRÜNEN leider nicht mit. Überhaupt fehlen dem gesamten Dokument jegliche Quellenhinweise, so dass man es als bloße Meinungsäußerung einsortieren sollte. Epidemiologische Studien zur Frage nach der alleinigen homöopathischen Behandlung schwerer Erkrankungen haben indes ergeben, dass die meisten Patienten in derartigen Fällen Homöopathie eher zusätzlich zu konventionellen Therapieangeboten als alternativ zu diesen nutzen, zum Beispiel bei Krebs. [15] Überdies scheinen ähnlich viele Anwender wie Nichtanwender ein hinreichend differenziertes Bewusstsein für das Einsatzspektrum potenzierter Arzneimittel zu besitzen. [16]

DIE GRÜNEN: Dabei ist es besonders problematisch, dass auch Ärzt*innen ihren Patient*innen zum Teil homöopathische Mittel verschreiben, ohne die Patient*innen darüber aufzuklären, dass es sich bei den Mitteln um Homöopathika ohne erwiesene Wirkung handelt. Auch Apotheker*innen empfehlen ihren Kund*innen häufig ohne deren Wissen homöopathische Mittel. Durch diese Gleichsetzung mit Medikamenten wird fälschlicherweise der Eindruck erweckt, dass es sich bei Homoöpathika ebenfalls um wirksame Mittel handele. Da sich die Wirksamkeit von Homöopathika im Bereich von Placebos bewegt, verhindert ihre unreflektierte Abgabe zudem einen ehrlichen und wissenschaftlichen Umgang mit dem Placebo-Effekt.

DIE REALITÄT: Homöopathie als Gesamtpaket von Befunderhebung, Arzneimittelgabe, Follow-Up-Gespräch etc. ist erwiesenermaßen hochwirksam. Eine Fülle von Beobachtungsstudien, die designbedingt aber keinen Aufschluss über eine spezifische Wirkung potenzierter Arzneimittel geben können, dokumentieren bei unterschiedlichen Erkrankungen regelmäßig Therapieeffekte, die sich mit den durch konventionelle Behandlung erzielten vergleichen lassen. Dr. Michael Teut von der Berliner Charité resümiert in einem Forschungsbericht die Datenlage:

 

„Die Studien aus der Versorgungsforschung zeigen in der Summe ein relativ einheitliches Bild: Bei Patienten, die sich homöopathische behandeln, treten im klinischen Alltag relevante Verbesserungen auf, ähnlich stark ausgeprägt, wie in der konventionellen Therapie, allerdings mit weniger Nebenwirkungen und in der Hälfte aller ökonomischen Studien mit geringeren Kosten.“ [17]

 

Von diesen Beobachtungsstudien unterschieden werden randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudien (RCTs). Diese untersuchen nicht die Wirksamkeit der Homöopathie unter klinischen Alltagsbedingungen, sondern die spezifische Wirkung potenzierter Arzneimittel gegenüber Placebo unter kontrollierten Bedingungen. Es existieren etwa 150 derartige Studien. Die größte Zuverlässigkeit in der Evidenzbasierten Medizin (EBM) besitzen Übersichtsarbeiten von RCTs, welche einer gemeinsamen statistischen Auswertung unterzogen werden. Insgesamt ergibt sich hinsichtlich der in diese Kategorie gehörigen indikationsunabhängigen Meta-Analysen zur Homöopathie (n = 8), dass in der Regel eine spezifische Wirksamkeit potenzierter Arzneimittel über Placebo hinaus erkennbar ist, auch in den methodisch hochwertigen Studien. [18] Das Gesamtergebnis fällt jeweils nur dann negativ aus (Homöopathie = Placebo), wenn der größte Teil (90-95%) der vorliegenden Daten von der Auswertung ausgeschlossen wird und/oder fragwürdige statistische Methoden angewandt werden. [19] Die Autoren stimmen allerdings mehr oder weniger darin überein, dass die Evidenzlage keine definitiven Schlussfolgerungen zulässt, insbesondere in Bezug auf einzelne Erkrankungen. Denn es mangelt an hochwertigen Studien sowie unabhängigen Wiederholungen. [20] Hieraus folgt direkt, dass wegen der hohen Versorgungsrelevanz der Homöopathie dringend öffentlich finanzierte Studien durchgeführt werden müssen, um Möglichkeiten und Grenzen des Verfahrens mit validen wissenschaftlichen Instrumenten auszuloten. 

Dr. Michael Teut von der Berliner Charité
Quelle: https://michael-teut.de/

DIE GRÜNEN: Die aktuelle Vergütungspraxis homöopathischer Behandlungen überdeckt zudem Schieflagen, welche in unserem Gesundheitssystem existieren. Homöopathische Behandlungen werden auch deshalb gerne in Anspruch genommen, da sich entsprechend tätige Ärzt*innen häufig mehr Zeit für einzelne Patient*innen nehmen können als wissenschaftlich orientierte Ärzt*innen. Anstatt viel Geld für Homöopathie auszugeben, sollten sich die Krankenkassen für die Förderung der sprechenden Medizin im Rahmen der Vergütungsstruktur einsetzen.

DIE REALITÄT: Sprechende Medizin muss besser entlohnt werden, unabhängig davon, ob konventionell oder homöopathisch behandelt wird. Soweit in Ordnung. Ansonsten stellt sich angesichts der unbelegten Behauptungen zu den Ausgaben der Krankenkassen wiederum die Frage, ob Tim Niclas Demisch die Daten aus gesundheitsökonomischen Studien zur Homöopathie überhaupt zur Kenntnis genommen hat. Eine systematische Übersichtsarbeit [21] aus 2014 fasst die Ergebnisse aus 14 Kosteneffizientstudien zur Homöopathie zusammen: In 8 von 14 Arbeiten wurden Verbesserungen der gesundheitlichen Situation und Kostenersparnisse gegenüber den ausschließlich konventionell behandelten Patienten dokumentiert. In 4 Studien waren die Behandlungsergebnisse mindestens genauso gut wie in der konventionellen Kontrolle, und die Kosten waren gleichwertig. In 2 Studien wurden vergleichbare Therapieerfolge, aber höhere Kosten im Vergleich zur konventionellen Therapie gefunden. Ähnliche Arbeiten [22] [23] aus verschiedenen Ländern kommen zu vergleichbaren Ergebnissen: Nach allem, was wir aus wissenschaftlichen Untersuchungen wissen, sieht es stark danach aus, als ließe sich durch Homöopathie Geld für die Krankenversicherung sparen. 

DIE GRÜNEN: Ein Argumentationsmuster vieler Homöopathiker*innen, mit dem sie Kund*innen für ihre Methoden gewinnen wollen, ist die Diskreditierung von „Schulmedizin“. Einzelpersonen und der gesamten Pharmaindustrie wird unterstellt, dass sie die Wirkung von Globuli vor der Öffentlichkeit verbergen, um weiterhin Profite mit „Schulmedizin“ zu machen. Das ist einerseits grotesk, da homöopathische Mittel und Behandlungen häufig teurer sind als wirksame Medizin. Allein die Deutsche Homöopathie-Union macht jährlich einen Umsatz von über 100 Millionen Euro.

DIE REALITÄT: 2017 wurden laut Bundesverband der pharmazeutischen Industrie (BPI) 10,6 Mio. € mit rezeptierten Homöopathika zu Lasten der GKV umgesetzt. [24] Dies entspricht 0,03 % der medikamentenassoziierten Gesamtausgaben. Das Einsparpotential durch ein Erstattungsverbot für Homöopathie wäre somit verhältnismäßig gering. Deutlich mehr Geld ließe sich an ganz anderen Stellen des Gesundheitssystems einsparen, zum Beispiel, indem für Krebspatienten nur solche Chemotherapien erstattet werden, die auch nachweislich einen Nutzen bringen. Dies ist laut mehrerer Studien leider nicht der Fall, obwohl diese Therapien ohne Weiteres Zehntausende von € pro Patient kosten. [25] [26] [27] Ein weiteres Beispiel wäre die Vermeidung nachweislich unnötiger Hüftoperationen: Hier ließen sich pro Jahr ca. 63 Mio. € für die Krankenversicherung sparen. [28] [29] Diese Liste ließe sich um viele Punkte fortsetzen, sodass festzuhalten bleibt: Selbst wenn die Homöopathie völlig wirkungslos wäre - wogegen die vorhandene wissenschaftliche Evidenz deutlich spricht - verschwände sie gegenüber den zahlreichen eklatanten Missständen des Gesundheitssystems, die die Solidargemeinschaft tatsächlich Unsummen kosten, in der völligen Bedeutunglosigkeit. Dies hat auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kürzlich erkannt, nachdem er sich zunächst öffentlich für ein Ende der Erstattung von Homöopathie eingesetzt hatte.

DIE GRÜNEN: Andererseits hat die Homoöpathie hier große Schnittpunkte mit Esoterik, Anthroposophie und anderen pseudowissenschaftlichen oder kultischen Bewegungen. Darüber hinaus nutzen einige Homöopathie-Befürworter*innen antisemitische Argumentationsmuster.

DIE REALITÄT: Tim Niclas Demisch ist sich nicht zu schade, um bezüglich der Homöopathie zur Nazikeule zu greifen – ohne Belege, versteht sich. Insgesamt offenbart der Antrag der GRÜNEN ein völliges Fehlen genau derjenigen Grundlagen, die er selbst vehement einfordert: Wissenschaftliche Daten. Das Dokument erweckt vielmehr den Eindruck, als sei es frei von jeder Sachkenntnis direkt von den bezahlten PR-Mitarbeitern der anti-homöopathischen „Skeptikerbewegung“ diktiert worden. Und tatsächlich findet sich im Kurznachrichtendienst Twitter der Name „Natalie Grams“ unter den Autorenangaben des Forderungskatalogs der GRÜNEN. Frau Grams ist die „Kommunikationsmanagerin“ der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP). [31] Diese „Skeptikerorganisation“ bekämpft nicht nur mit langer Tradition die Homöopathie [32], sie setzt sich auch positiv für Glyphosat und Gentechnik in der Landwirtschaft ein. [33] Eventuell stehen ja auch auf diesem Themengebiet in Zukunft überraschende Anträge der GRÜNEN bevor. Deren Stammklientel jedenfalls dürfte sich für eine Abschaffung der Homöopathie nicht gerade bedanken, sollte Tim Niclas Demisch im November erfolgreich sein …

Machen Sie mit!

Sie finden auch, dass die GRÜNEN den Antrag von Tim Niclas Demisch feat. „Die Skeptiker“ ablehnen sollen? Sagen Sie es Ihnen!
Hier eine Sammlung von Adressen, an die Sie Ihre Meinung schicken können:
pr@gruene.de; presse@gruene.de; buero@gruene-jugend.de; maria.klein-schmeink@bundestag.de; kirsten.kappert-gonther@bundestag.de; bettina.hoffmann@bundestag.de; kordula.schulz-asche@bundestag.de; markus.kurth@bundestag.de; manuela.rottmann@bundestag.de; corinna.rueffer@bundestag.de; ulle.schauws@bundestag.de; barbara.steffens@tk.de

Textvorschlag:

»Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Besorgnis habe ich zur Kenntnis genommen, dass auf der kommenden Bundesdelegiertenkonferenz des GRÜNEN über einen Antrag mit dem Titel „ECHTER PATIENT*INNENSCHUTZ: BEVORTEILUNG DER HOMÖOPATHIE BEENDEN!“ entschieden wird.
Dieser Antrag ist in seinen Behauptungen sachlich falsch und steht dem Markenkern der GRÜNEN sowie den Interessen ihrer Wähler diametral entgegen. Die Umsetzung der dort aufgestellten Forderungen hätte massive Einschränkungen der Therapiefreiheit und der gesundheitlichen Selbstbestimmung zur Folge.
Geradezu skandalös ist die Tatsache, dass er nachweislich in Kooperation mit einer Lobbyvereiningung erarbeitet wurde, die nicht nur komplementärmedizinische Methoden bekämpft, sondern auch regelmäßig PR pro Glyphosat und Gentechnik betreibt.
Nähere Informationen hier: www.naturundmedizin.de/die-gruenen-gegen-homoeopathie/
Bitte mobilisieren so viele Parteikollegen wie möglich, damit der Antrag abgelehnt wird.

Mit freundlichen Grüßen«

Nutzen Sie auch das sehr gute Portal  www.abgeordnetenwatch.de, um den in der Mailadressenliste genannten Abgeordneten öffentlich Fragen zum Antrag von Tim Niclas Demisch zu stellen, allen voran der gesundheitspolitischen Sprecherin der GRÜNEN, Maria Klein-Schmeink.