Was ist der richtige Sonnenschutz für mein Kind?
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Kinderheilkunde
Vor allem Kinderhaut braucht umfassenden UV-Schutz. Anders als Erwachsene haben Babys und Kleinkinder noch keinen ausgeprägten Eigenschutz der Haut. Außerdem ist Kinderhaut viel dünner als Erwachsenenhaut und hat den UV-Strahlen wenig entgegenzusetzen. Die Kleinen brauchen deshalb besonderen Sonnenschutz – egal ob im Urlaub am Meer oder in den Bergen oder zu Hause im Garten und auf dem Spielplatz. Das Risiko für spätere Lichtschäden und im schlimmsten Fall Hautkrebs steigt mit jedem Sonnenbrand in der Kindheit. Erfahren Sie, worauf Sie besonders achten sollten.
Wichtige Antworten in diesem Artikel:
- Bereits 30 Minuten vor Sonnenexposition auftragen.
- Wasserfeste Mittel beim Baden verwenden.
- Sonnencreme nur 1 x in 24 Stunden verwenden: Die Eigenschutzzeit ist „aufgebraucht“, die Haut muss sich erst wieder regenerieren.
- Bei Kindern sollten physikalische (mineralische) UV-Filter bevorzugt werden (in der Apotheke nachfragen).
- Bei Kindern sollte der Lichtschutzfaktor zwischen 25 und 30 liegen. mehr
Bekleidung:
Bei sehr empfindlicher Haut sollten Sie Ihrem Kind T-Shirts mit langen Ärmeln anziehen. Mit leichter Baumwollbekleidung können Sie einen UV-Schutzfaktor von 10 erreichen, spezielle UV-Schutzkleidung bietet einen UV-Schutz von 20 bis zu 80.
Sonnenbrille:
Bei Sonnenbrillen sollten Sie auf den UV-Filter achten. Zu dunkel sollten die Gläser aber auch nicht sein, denn dann werden die Pupillen weit, und viel Sonnenlicht kommt ins Auge. Modische Sonnenbrillen haben oft keinen wirklichen UV-Schutz.
Sonnencreme:
Sonnencremes sind wichtig, bedeuten aber nicht, dass man unendlich lange in der Sonne bleiben darf. Hier gibt es eine einfache Formel, um die maximale Verweildauer grob abzuschätzen: Lichtschutzfaktor x Eigenschutzzeit = maximale Verweildauer in der Sonne. Beispiel: Sonnenschutzfaktor 8 x 15 Minuten (Eigenschutzzeit Hauttyp II) = 120 Minuten.
Bekanntlich ist ein Sonnenbrand nicht nur sehr unangenehm, sondern erhöht mit jedem Auftreten auch das Risiko für Hautkrebs. Zunächst ein paar interessante Fakten: Je höher die Sonne steht bzw. je steiler die Sonnenstrahlen auftreffen, desto stärker ist die UV-Strahlung. Beim Sonnenbad trifft nämlich nicht nur Wärme auf die Haut, sondern auch gefährliche „ultraviolette Strahlung“ (kurz UV-Strahlung). Diese natürlich vorkommende Strahlung ist energiereicher und kurzwelliger als das sichtbare Licht – und kann die Körperhülle schädigen. Die höchste Belastung an UV-Strahlung liegt zwischen 11 bis 13 Uhr mittags. Nachmittags nimmt in unseren Breiten die Intensität der Sonnenstrahlung wieder etwas ab, in südlicheren Ländern bleibt sie länger. Auch bei Bewölkung dringen immer noch bis zu 90 % UV-Strahlung durch. Von Schnee (Skiurlaub) und Sand (Strandurlaub) werden die Strahlen stark reflektiert. Wer im Wasser schwimmt, den erreichen in einem Meter Tiefe immer noch 50 Prozent der UV-Strahlung. Wer sich im Schatten (z. B. unter dem Dach) aufhält, reduziert die UV-Exposition auf 50 Prozent, im Haus auf 80 bis 90 Prozent. Fazit: Sonnenschutz ist immer wichtig – und ganz besonders für Kinder.
Bekleidung und Sonnenbrille
Bereits die Kleidung kann eine wichtige Rolle spielen. Bei sehr empfindlicher Haut sollten Sie Ihrem Kind T-Shirts mit langen Ärmeln anziehen. Mit leichter Baumwollbekleidung können Sie einen UV-Schutzfaktor von 10 erreichen, spezielle UV-Schutzkleidung bietet einen UV-Schutz von 20 bis zu 80.
Oft vergessen, aber genauso wichtig wie die passende Bekleidung sind Kopfbedeckung und Sonnenbrille. Schirmmützen und breitkrempige Hüte dienen zum einen dem Schutz des Auges vor der von oben einstrahlenden Helligkeit und zum anderen dem Schutz der Kopfoberfläche vor Aufheizung durch direkte Sonneneinstrahlung.
Bei Sonnenbrillen sollten Sie auf den UV-Filter achten. Zu dunkel sollten die Gläser aber auch nicht sein, denn dann werden die Pupillen weit, und viel Sonnenlicht kommt ins Auge. Modische Sonnenbrillen haben oft keinen wirklichen UV-Schutz.
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ISBN: 978-3-945150-56-6
Erscheinungsjahr: 2016
15,00 EUR
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Sonnencremes sind wichtig, bedeuten aber nicht, dass man unendlich lange in der Sonne bleiben darf. Hier gibt es eine einfache Formel, um die maximale Verweildauer grob abzuschätzen: Lichtschutzfaktor x Eigenschutzzeit = maximale Verweildauer in der Sonne. Beispiel: Sonnenschutzfaktor 8 x 15 Minuten (Eigenschutzzeit Hauttyp II) = 120 Minuten.
Zur Anwendung von Sonnencremes:
- Bereits 30 Minuten vor Sonnenexposition auftragen.
- Wasserfeste Mittel beim Baden verwenden.
- Sonnencreme nur 1 x in 24 Stunden verwenden: Die Eigenschutzzeit ist „aufgebraucht“, die Haut muss sich erst wieder regenerieren.
- Bei Kindern sollten physikalische (mineralische) UV-Filter bevorzugt werden (in der Apotheke nachfragen).
- Bei Kindern sollte der Lichtschutzfaktor zwischen 25 und 30 liegen.
Die Vitamin D-Bildung in der Haut wird bereits bei geringen Lichtschutzfaktoren unterdrückt: Ununterbrochenes Cremen mit hohem Faktor bei Säuglingen und Kleinkindern kann somit theoretisch zu einem Vitamin D-Mangel führen.








