Die Kraft der Knolle: Warum Knoblauch jetzt Hochsaison hat
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Ernährung Phytotherapie
Besonders mit dem Beginn der Grillsaison gewinnt der Knoblauch für viele Menschen an Bedeutung – sei es in Marinaden, Dips oder als aromatische Beilage. Doch Knoblauch ist weit mehr als nur ein alltägliches Gewürz. In unterschiedlichsten Formen begleitet er die menschliche Ernährung seit Jahrtausenden und findet nicht nur in der Küche, sondern auch in der Naturheilkunde Anwendung. Neuere Forschungen zeigen, dass die kleine Knolle unsere Gesundheit und unsere Abwehrkräfte auf vielfältige Weise unterstützt.
Knoblauch ist in zahlreichen Varianten erhältlich – frisch, getrocknet, fermentiert oder als Paste. Je nach Sorte und Verarbeitung unterscheidet er sich in Form, Farbe und Geschmack: von rund bis länglich, von weiß über rosa bis hin zu schwarz. Auch kulinarisch zeigt sich die Knolle äußerst vielseitig. Ihr Aroma reicht von mild und leicht süßlich bis zu scharf und bitter, insbesondere bei längerer Lagerung oder unsachgemäßer Verarbeitung. Dass Knoblauch gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzt, ist seit Langem bekannt. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen geben nun genaueren Aufschluss darüber, wie seine Inhaltsstoffe gegen Bakterien und Viren wirken.
Eine der ältesten bekannten Heilpflanzen
Knoblauch (Allium sativum) gehört zur Familie der Narzissengewächse (Amaryllidaceae) und zur Gattung der Lauchgewächse (Allium), zu der auch Zwiebeln, Schalotten, Lauch und Schnittlauch zählen. Er gilt als eine der ältesten bekannten Heilpflanzen. Der Name „Knoblauch“ leitet sich vom althochdeutschen Wort „klioban“ ab, das „Spalten“ bedeutet und auf die charakteristische Eigenschaft der Knolle verweist, in einzelne Zehen zu zerfallen.
Seine gesundheitliche Wirkung beruht unter anderem auf antioxidativen Eigenschaften, das heißt, Knoblauch kann Zellen vor schädlichen freien Radikalen schützen. Zudem wird ihm eine gefäßerweiternde Wirkung zugeschrieben: Bestimmte Inhaltsstoffe entspannen die glatte Muskulatur der Gefäße, wodurch sich diese weiten und der Blutdruck sinken kann. Bei Menschen mit normalem Blutdruck gilt der Verzehr von Knoblauch dabei als unbedenklich. Knoblauch kann die Fließfähigkeit des Blutes verbessern und dadurch die Durchblutung im gesamten Körper unterstützen.
Darüber hinaus werden Knoblauch verschiedene gesundheitsfördernde Effekte zugeschrieben, darunter antikanzerogene (d.h. krebshemmende) und antientzündliche Eigenschaften, eine Hemmung der Thrombozytenaggregation (blutverdünnender Effekt) sowie eine mögliche Regulation des Blutzuckerspiegels.
Was steckt im Knoblauch?
Knoblauch enthält eine Vielzahl wertvoller Nährstoffe und bioaktiver Verbindungen, die zu seinen gesundheitlichen Effekten beitragen. Er liefert etwas Energie in Form von Kohlenhydraten, enthält Eiweiß, fast kein Fett und ist reich an Mineralstoffen wie Kalzium, Magnesium, Kalium, Phosphor, Natrium und Eisen. Außerdem liefert er Vitamine wie Vitamin C und B-Vitamine (B1, B2, B6) sowie Ballaststoffe, die die Verdauung unterstützen.
Besonders wichtig sind die schwefelhaltigen Verbindungen wie Allicin, S-Allylcystein und Thiosulfinate, die beim Zerkleinern oder Pressen von frischem Knoblauch entstehen und für den typischen Geruch verantwortlich sind. Sie wirken antibakteriell, entzündungshemmend, blutdruck- und cholesterinsenkend und tragen maßgeblich zu den gesundheitlichen Vorteilen von Knoblauch bei. Zusätzlich enthält Knoblauch antioxidative Pflanzenstoffe wie Flavonoide und Polyphenole, die die Zellen vor schädlichen freien Radikalen schützen.








