Mit Leichtigkeit durch das Jahr!
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Achtsamkeit Mentale Gesundheit
Unsere heutige Lebensweise ist geprägt von einem schnellen Rhythmus und vielen Anforderungen, die uns oft unmerklich begleiten. Viele Menschen merken erst spät, wie sehr dieser Anspruch Körper, Geist und Seele erschöpft. Dabei muss Gesundheit kein weiterer Punkt auf der To-do-Liste sein. Es darf leichter gehen – sanfter, bewusster und näher an den eigenen Bedürfnissen. Dieser Text lädt dazu ein, Leichtigkeit neu zu entdecken: im Denken, im Fühlen und ganz konkret im Alltag.
Diese Sprichwörter klingen nach Disziplin und Stärke – doch in Wahrheit haben sie viele Menschen in ein Leben voller Druck und Erschöpfung geführt. Immer mehr leiden an chronischer Müdigkeit, Reizbarkeit oder Burn-out. Sie hetzen durch den Tag, versuchen, alles „richtig“ zu machen – und verlieren dabei sich selbst. Wie wäre es also mit einem neuen Motto:
Leichtigkeit beginnt auf dem Teller
Die tägliche Ernährung ist weit mehr als Kalorienzufuhr. Sie ist der direkteste Weg, um Energie zu gewinnen – oder zu verlieren. Wenn der Körper nach schwerem, unpassendem Essen ermüdet, zeigt das, dass das Gleichgewicht verloren gegangen ist. In der Integrativen Ernährung – einer Verbindung aus moderner Ernährungswissenschaft, TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) und Psychologie – verstehen wir Nahrung als Energiequelle, die individuell wirkt: thermisch, stoffwechselphysiologisch und emotional.
Leichtigkeit entsteht, wenn Nahrung den Körper nährt, statt ihn zu belasten. Warme, bekömmliche Mahlzeiten fördern Verdauungskraft und innere Stabilität. Kaltes, hastig Gegessenes oder industriell verarbeitetes Essen schwächen dagegen die Mitte, die in der TCM als Quelle von Energie und Lebensfreude gilt.
Was ist Leichtigkeit?
Leichtigkeit bedeutet mehr als „schlank“ oder „unbeschwert“ zu sein. Sie ist ein Zustand innerer Freiheit. Ein Flow-Gefühl: Dinge geschehen von selbst, Aufgaben fließen, der Körper fühlt sich vital an, Gedanken sind klar.
Doch Leichtigkeit ist kein Dauerzustand, sondern eine Haltung. Sie entsteht, wenn wir lernen, zu vertrauen – dem Körper, dem Leben und uns selbst. Sobald sich etwas „spießt“, sobald Druck oder Widerstand auftauchen, dürfen wir innehalten. Es muss nicht mit Gewalt funktionieren. Wenn etwas nicht fließt, ist es vielleicht einfach (noch) nicht der richtige Weg. „Stop thinking“, raten fernöstliche Philosophien. Denn Grübeln, Zweifeln und Planen erzeugen oft Schwere.
Bewusst atmen, besser leben
Die heilende Wirkung des Atmens kennenlernen – mit einem ausführlichen Praxisteil
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ISBN: 978-3-96562-026-1
Erscheinungsjahr: 2020
15,00 EUR
Zum Shop »1. Bewusst essen – bewusst atmen
Essen und Atmen sind die beiden zentralen Lebensvorgänge – und beide laufen bei den meisten Menschen unbewusst. Doch erst die bewusste Wahrnehmung macht sie zu Quellen von Kraft.
Atme tief ein, spür deinen Bauch, und beobachte, wie sich der Atem bewegt. Der „Erfahrbare Atem“ – eine Methode, die in der Körpertherapie verwendet wird – lehrt, das Atmen geschehen zu lassen, statt es zu kontrollieren.
Das Gleiche gilt für das Essen: Iss in Ruhe, kaue gründlich, nimm wahr, wie die Nahrung schmeckt und wirkt. So unterstützt du Verdauung, Stoffwechsel und Nervensystem – und beugst Überessen oder Heißhunger vor.
2. Schwere zulassen
Leichtigkeit entsteht nicht durch das Vermeiden von Schwere, sondern durch ihre Integration.
Negative Gefühle wie Trauer, Ärger oder Erschöpfung gehören zum Leben. Wer sie verdrängt, blockiert Emotionen und auch physiologische Prozesse. Studien zeigen: Unterdrückte Emotionen können Schlafstörungen fördern, das Immunsystem schwächen und psychosomatische Beschwerden verstärken.
Gib schweren Phasen Raum. Wenn du dich traurig fühlst, nimm dich selbst liebevoll wahr, tröste dich, geh in die Natur, meditiere oder trink eine Tasse Tee. Manchmal hilft auch eine klare Vereinbarung mit sich selbst: „Fünf Minuten Selbstmitleid – dann mache ich etwas, das mir guttut.“ So übernimmst du Verantwortung und bleibst handlungsfähig.
3. Manche mögen’s leicht – mit Bitterstoffen
Nach Wochen voller Festtagsessen und süßer Versuchungen sehnt sich der Körper nach Entlastung. Bitterstoffe sind wahre Verbündete, um Leber, Galle und Verdauung zu aktivieren.
Ein sogenannter Bittertag hilft, Ballast abzuwerfen:
Iss einen Tag lang ausschließlich Bittergemüse und -salate wie Rucola, Chicorée, Radicchio, Artischocken, Endivien, Grapefruit oder Zitronen. Ergänze Hirse, Buchweizen oder Amaranth – Getreidearten, die ebenfalls Bitterstoffe liefern. Gewürze wie Kurkuma, Kardamom, Liebstöckel, Rosmarin, Lorbeer und Thymian runden das Aroma ab und regen zusätzlich die Verdauungssäfte an.
Bittertee-Rezept aus der Apotheke
Mische je 15 Gramm Angelika- und Enzianwurzel, Löwenzahn, Tausendgüldenkraut, Wermut sowie je 10 Gramm Fenchelsamen, Melisse und Salbei. Ein Esslöffel pro Tasse, mit heißem Wasser übergießen, fünf Minuten ziehen lassen und in kleinen Schlucken trinken.










